1st – Hilfe bei Computerproblemen

Windows 11 offiziell freigegeben!

Seit 4. Oktober 2021 ist Windows 11 kostenlos für Computer mit Windows 10 verfügbar.

Warum erscheint Windows 11 bei mir nicht?
Microsoft verteilt das Update schrittweise, sodass nicht alle geeigneten Windows-Geräte auch gleich zum Zuge kommen. Im entsprechenden Blogbeitrag spricht der Software-Riese von einer Verteilung “in Phasen”. Um allen die “bestmögliche Erfahrung mit Windows 11” zu bieten, landet das Betriebssystem also zuerst auf erprobten PC-Modellen von Microsoft und seinen Hardware-Partnern wie HP und Dell. Nach und nach kommen weitere Geräte in den Genuss des Updates – sie melden sich laut Microsoft selbständig, wenn der Wechsel von Windows 10 auf 11 starten kann. Dabei ist Geduld gefragt: Erst bis Mitte 2022 sollen alle berechtigten Geräte das kostenlose Upgrade erhalten haben. PCs, die nicht mit Windows 11 kompatibel sind, erhalten das Update nicht und müssen offiziell bei Windows 10 bleiben.

Windows-11-Systemanforderungen: Wer bekommt das Update?
Aufgrund der hohen Windows-11-Systemanforderungen droht Millionen PCs das Aus.

Seit dem 4. Oktober 2021 ist Windows 11 als Gratis-Update für viele Windows-10-Geräte verfügbar – doch leider nicht für alle. Aufgrund der strengen Systemanforderungen müssen ältere und sogar einige neuere PCs beim Vorgänger bleiben und erhalten als “Trostpreis” das 21H2-Update für Windows 10. Da der Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 endet, stehen dann voraussichtlich Hunderte Millionen PCs ohne sicheres Betriebssystem da und werden zu Technikschrott.

Systemanforderungen im Überblick
Auf den ersten Blick erscheinen Microsofts Hardware-Anforderungen moderat: So setzt Windows 11 “nur” einen 64-Bit-Prozessor mit zwei Kernen und 1 Gigahertz voraus. Allerdings macht Microsoft einen harten Schnitt bei der Prozessorgeneration (siehe nächster Absatz). Neben 64 Gigabyte Festplattenspeicher sowie 4 Gigabyte Arbeitsspeicher sind ein UEFI-Bios mit den Sicherheitsfunktionen Secure Boot und ein TPM-2.0-Chip nötig (siehe weiter unten). Ausserdem muss Ihre Grafikkarte kompatibel zu DirectX 12 sein. Wollen Sie Windows 11 auf einem Notebook installieren, braucht es mindestens einen 9-Zoll-Bildschirm mit HD-Auflösung (720p). Für das Setup sind eine Internetverbindung und ein Microsoft-Account nötig – ohne Microsoft-Konto klappt es offiziell nur noch in der Pro-Version von Windows 11.

Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Computer all diese Voraussetzungen erfüllt? Dann empfiehlt Microsoft den Download eines Prüftools.

Welche Prozessoren sind geeignet?
Die höchste Windows-11-Hürde für ältere PCs ist der Prozessor. Auf Support-Seiten führt Microsoft die kompatiblen Chips von Intel, AMD und Qualcomm auf. Weil damit nicht jeder PC-Nutzer etwas anfangen kann, haben die grossem PC-Hersteller Lenovo, Dell, HP, Asus und Acer eigene Listen mit den Bezeichnungen kompatibler PC-Modelle herausgegeben.

Obwohl diese Listen auf den ersten Blick lang erscheinen, bleiben die meisten Geräte bei Windows 11 aussen vor. Microsoft akzeptiert mit wenigen Ausnahmen nur aktuelle Prozessoren ab Intels 8. Generation, AMDs Zen-2-Linie und der Qualcomm-Serie 7 – damit sind grob gesagt alle PCs und Notebooks aus dem Rennen, die älter als drei Jahre sind. Dies löste teils hitzige Diskussionen aus. Ende August reagierte Microsoft mit einem Blog-Beitrag auf die Beschwerden und senkte die Hürden – allerdings nur kosmetisch. So gab der Konzern lediglich noch drei Serien der 7. Intel-Generation frei:
Core X, Xeon W und bestimmte Geräte mit Intels 7820HQ-Chip wie das Surface Studio 2. Die im Juli 2021 per Windows-Blog angedeutete Unterstützung von AMDs Zen-1-Reihe wurde verworfen.

Microsoft begründet die strengen Vorgaben vor allem mit Zuverlässigkeits- und Sicherheitserwägungen. Man wolle etwa nur Prozessoren zulassen, die hohe Vorgaben zur Laufwerksverschlüsselung und zu speziellen Virtualisierungstechnologien erfüllen. Diese Anforderungen bedeuten einen harten Einschnitt. So bekommen relativ neue Computer, darunter selbst Surface-Geräte von Microsoft, kein Windows 11 und werden mit dem Windows-10-Support-Ende 2025 zum alten Eisen degradiert. Nachdem Microsoft Ende August weitere Aufweichungen der strengen Systemvoraussetzungen per Blog-Eintrag vom Tisch wischte, dürften Apple und die Hersteller von Chromebooks ihre Chance bei enttäuschten PC-Umsteigern wittern.

Sicherheitschip TPM 2.0 erforderlich
Neben einer aktuellen Prozessorgeneration setzt Windows 11 ein UEFI-Mainboard mit “Secure Boot”-Funktion und TPM-Sicherheitschip (“Trusted Platform Module”) in Version 2.0 voraus. Damit sind praktisch alle Computer aus dem Rennen, die ursprünglich mit Windows 7 und Windows 8 ausgeliefert wurden. Immerhin wird wohl kein physisches TPM-Modul benötigt. Laut dem taiwanesischen Mainboard-Hersteller ASRock steckt die Technik bereits in vielen Prozessoren. Bei Intel heisst sie “Platform Trust Technology” (PTT), AMD nennt das Feature “fTPM”.

Windows-11-Kompatibilität prüfen
Ob Ihr Computer Windows-11-tauglich ist, offenbart ein Prüf-Tool wie Microsofts PC-Integritätsprüfung (“PC Health Check”).

Über den folgenden Link laden Sie das Programm herunter:
https://aka.ms/GetPCHealthCheckApp

  Quellen: Internet / Microsoft